Eine Kündigung zu schreiben gehört zu den Situationen im Leben, die vielen Menschen unangenehm sind. Ob es um den Job, die Wohnung, einen Vertrag oder ein Abonnement geht – früher oder später stellt sich fast jeder einmal die Frage: wie schreibt man eine kündigung richtig, klar und rechtssicher?
In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie eine Kündigung aufgebaut ist, welche Formulierungen wichtig sind, welche Fehler du vermeiden solltest und wie du professionell, höflich und korrekt kündigst.
Warum eine korrekt geschriebene Kündigung so wichtig ist
Eine Kündigung ist ein rechtlich relevantes Dokument. Fehler im Aufbau, unklare Formulierungen oder fehlende Angaben können dazu führen, dass die Kündigung unwirksam ist oder zu Missverständnissen führt. Besonders bei Arbeitsverträgen oder Mietverhältnissen können kleine Fehler große Folgen haben, etwa verlängerte Kündigungsfristen oder rechtliche Auseinandersetzungen.
Eine sauber formulierte Kündigung sorgt für:
- Rechtssicherheit
- Klare Kommunikation
- Einen professionellen Eindruck
- Ein konfliktfreies Ende der Vertragsbeziehung
Was bedeutet Kündigung überhaupt?
Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, mit der ein bestehendes Vertragsverhältnis beendet wird. Sie kann sowohl vom Arbeitnehmer als auch vom Arbeitgeber, vom Mieter oder Vermieter sowie von Kunden gegenüber Dienstleistern ausgesprochen werden.
Wichtig ist:
👉 Eine Kündigung wird erst wirksam, wenn sie dem Empfänger zugegangen ist.
Wie schreibt man eine Kündigung? – Die Grundstruktur
Wer sich fragt, wie schreibt man eine kündigung, sollte sich zunächst den grundlegenden Aufbau ansehen. Unabhängig von der Art der Kündigung folgt ein Kündigungsschreiben fast immer derselben Struktur.
Die wichtigsten Bestandteile einer Kündigung
- Absender
- Empfänger
- Datum
- Betreff
- Kündigungstext
- Kündigungstermin
- Bitte um Bestätigung
- Grußformel
- Unterschrift
Der Absender – Klare Angaben machen
Im Absender stehen deine vollständigen Kontaktdaten:
- Vor- und Nachname
- Straße und Hausnummer
- Postleitzahl und Ort
Diese Angaben sind wichtig, damit der Empfänger dich eindeutig zuordnen kann.
Der Empfänger – An wen richtet sich die Kündigung?
Der Empfänger sollte exakt benannt werden:
- Firmenname oder Vermieter
- Abteilung oder Ansprechpartner
- Anschrift
Gerade bei großen Unternehmen ist es wichtig, die Kündigung an die richtige Stelle zu senden.
Datum und Ort – Formale Pflichtangaben
Das Datum gibt an, wann du die Kündigung verfasst hast. Es ist entscheidend für die Einhaltung der Kündigungsfrist. Achte darauf, immer das aktuelle Datum zu verwenden.
Der Betreff – Klar und eindeutig formulieren
Der Betreff sollte sofort erkennen lassen, worum es geht.
Beispiele für Betreffzeilen:
- Kündigung meines Arbeitsvertrages
- Ordentliche Kündigung des Mietvertrages
- Kündigung des Vertrags zum nächstmöglichen Zeitpunkt
Ein klarer Betreff verhindert Missverständnisse und beschleunigt die Bearbeitung.
Der Kündigungstext – Kurz, sachlich und eindeutig
Der eigentliche Kündigungstext sollte knapp, höflich und eindeutig formuliert sein. Emotionen, Vorwürfe oder lange Erklärungen haben hier keinen Platz.
Wichtige Elemente im Kündigungstext:
- Klare Kündigungserklärung
- Art der Kündigung (ordentlich oder fristlos)
- Kündigungstermin
Ordentliche Kündigung – Der Regelfall
Die ordentliche Kündigung erfolgt unter Einhaltung der vertraglich oder gesetzlich festgelegten Kündigungsfrist.
Beispiel:
„Hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag ordentlich und fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt.“
Fristlose Kündigung – Nur in Ausnahmefällen
Eine fristlose Kündigung ist nur bei schwerwiegenden Gründen zulässig, etwa bei grobem Fehlverhalten. Sie sollte gut begründet sein und idealerweise rechtlich geprüft werden.
Kündigungstermin richtig angeben
Wenn der genaue Kündigungstermin bekannt ist, sollte er klar genannt werden. Ist er nicht bekannt, reicht die Formulierung „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“.
Zusätzlich kannst du um eine schriftliche Bestätigung bitten, um Klarheit zu haben.
Die Bitte um Bestätigung – Sehr empfehlenswert
Am Ende des Kündigungsschreibens solltest du um eine schriftliche Bestätigung bitten, die das Beendigungsdatum enthält. Das gibt dir Sicherheit und dient als Nachweis.
Die Grußformel – Höflich bleiben
Auch wenn das Vertragsverhältnis endet, sollte der Ton respektvoll bleiben.
Gängige Grußformeln:
- Mit freundlichen Grüßen
- Freundliche Grüße
Die Unterschrift – Unverzichtbar
Eine Kündigung ist nur gültig, wenn sie handschriftlich unterschrieben ist. Eine eingescannte Unterschrift reicht in den meisten Fällen aus, bei E-Mail-Kündigungen jedoch oft nicht.
Wie schreibt man eine Kündigung für den Job?
Die Kündigung eines Arbeitsvertrages ist besonders sensibel. Professionalität ist hier entscheidend, vor allem, wenn man ein gutes Arbeitszeugnis erhalten möchte.
Wichtige Punkte:
- Kündigungsfrist prüfen
- Sachlich bleiben
- Keine Kritik äußern
- Dank optional, aber sinnvoll
Wie schreibt man eine Kündigung für die Wohnung?
Bei einer Wohnungskündigung gelten gesetzliche Fristen, meist drei Monate. Der Brief sollte an alle Vermieter gerichtet sein, die im Mietvertrag stehen.
Besonderheiten:
- Alle Mieter müssen unterschreiben
- Kündigungsfrist beachten
- Übergabetermin klären
Kündigung von Verträgen und Abos
Bei Telefon-, Internet- oder Versicherungsverträgen gelten oft besondere Kündigungsfristen. Hier ist es wichtig, die Vertragsnummer anzugeben, damit die Kündigung eindeutig zugeordnet werden kann.
Häufige Fehler beim Kündigungsschreiben
❌ Fehlende Unterschrift
❌ Unklare Formulierungen
❌ Falscher Empfänger
❌ Kündigungsfrist ignorieren
❌ Emotionale oder beleidigende Sprache
Diese Fehler können dazu führen, dass die Kündigung unwirksam ist.
Kündigung per Post, E-Mail oder persönlich?
Kündigung per Post
- Am sichersten
- Einschreiben empfohlen
Kündigung per E-Mail
- Nur gültig, wenn ausdrücklich erlaubt
Persönliche Übergabe
- Möglich, am besten mit Empfangsbestätigung
Kündigungsfristen – Darauf musst du achten
Kündigungsfristen sind entweder:
- Gesetzlich geregelt
- Vertraglich vereinbart
Wer die Frist nicht einhält, verlängert das Vertragsverhältnis automatisch.
Wie schreibt man eine Kündigung ohne Angabe von Gründen?
In den meisten Fällen musst du keinen Grund angeben. Eine neutrale Kündigung ist völlig ausreichend und oft sogar besser.
Der richtige Ton – Sachlich statt emotional
Auch wenn eine Kündigung aus Unzufriedenheit entsteht, sollte der Text ruhig und professionell bleiben. Das schützt dich vor unnötigen Konflikten und rechtlichen Problemen.
Kündigung und Zeugnis – Ein wichtiger Zusammenhang
Bei einer Jobkündigung hast du Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Ein höflicher Kündigungston erhöht die Chance auf ein wohlwollendes Zeugnis.
Wie schreibt man eine Kündigung in besonderen Situationen?
Während der Probezeit
- Kürzere Kündigungsfrist
- Einfacher Kündigungstext
Während Krankheit oder Urlaub
- Kündigung ist trotzdem möglich
Kündigung und Nachweis – Warum Aufbewahrung wichtig ist
Bewahre eine Kopie der Kündigung und den Versandnachweis immer auf. Sie können im Streitfall entscheidend sein.
FAQs – Häufig gestellte Fragen
Wie schreibt man eine Kündigung richtig?
Kurz, sachlich, klar formuliert und mit Unterschrift sowie korrektem Kündigungstermin.
Muss eine Kündigung begründet werden?
Nein, in den meisten Fällen ist keine Begründung erforderlich.
Ist eine Kündigung per WhatsApp gültig?
Nein, Kündigungen müssen schriftlich erfolgen.
Kann man eine Kündigung zurückziehen?
Nur mit Zustimmung des Empfängers.
Wie schreibt man eine Kündigung ohne Stress?
Indem man sich an die formalen Regeln hält und sachlich bleibt.
Fazit: Kündigen ist einfacher, als viele denken
Die Frage wie schreibt man eine kündigung verunsichert viele Menschen – dabei ist der Vorgang klar geregelt und gut strukturiert. Mit einem sachlichen Ton, einer klaren Formulierung und der Einhaltung aller formalen Anforderungen ist eine Kündigung schnell und korrekt erledigt.
Ob Job, Wohnung oder Vertrag: Eine gut geschriebene Kündigung sorgt für einen sauberen Abschluss und vermeidet unnötige Probleme. Wer vorbereitet ist, kann selbst schwierige Schritte professionell meistern und mit einem guten Gefühl in den nächsten Lebensabschnitt starten.

